Chrysler startet Massenrückruf
Ein erneuter Massenrückruf betrifft auch die deutschen Autofahrer. Im Zuge eines weltweiten Rückrufs müssen nach ersten Schätzungen auch 5.000 bis 6.000 Fahrzeuge des Chrysler-Konzerns hierzulande in die Werkstätten. Exakte Angaben über das Ausmaß des Rückrufs sind nach Angaben von Pressesprecher Markus Hauf derzeit allerdings noch nicht möglich.
Nachdem Chrysler Ende vergangener Woche klemmende Gaspedale der Modelle Jeep Wrangler/Compass und Dodge Caliber gemeldet hatte, warnte die US-Behörde für Verkehrssicherheit nun am Montag vor den weiteren gefährlichen Defekten. Der Konzern muss in den USA fast 600.000 Fahrzeuge der drei Marken Chrysler, Dodge und Jeep zurückrufen. Hinzu kommen rund 100.000 Wagen außerhalb des Heimatmarkts.
Den Angaben zufolge kann beim Jeep Wrangler Bremsflüssigkeit austreten. Dies könne dazu führen, so schrieb die Behörde, dass die Bremsen teilweise ausfielen und damit das Risiko von Unfällen steige. Betroffen sind weltweit 365.000 Jeep der Modelljahre 2006 bis 2010.
Bei den Minivans Chrysler Town & Country sowie dem Schwestermodell Dodge Grand Caravan, die Chrysler hierzulande als Grand Voyager verkauft, droht ein Kurzschluss in der Schiebetür, was im schlimmsten Falle zu einem Feuer führen kann. Arbeiter hatten die Kabel in den Autos der Modelljahre 2008 und 2009 unsauber verlegt. Deswegen müssen nun in aller Welt 319.000 Fahrzeuge dieser Modelle in die Werkstätten.
Hauf zufolge sind in Deutschland die einzelnen Modellreihen zahlenmäßig jeweils „im unteren vierstelligen Bereich betroffen“. Genauere Zahlen lägen jedoch noch nicht vor. Damit droht nun auch Volkswagen Ungemach: Die Wolfsburger bauen auf Chrysler-Basis für den nordamerikanischen Markt den Minivan Routan. Über Unfälle wegen der Defekte ist nichts bekannt.
(c)2010 kfz-betrieb.de / Vogel Business Media
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