Käufer legen Wert auf Händler vor Ort
Beim Service wollen Verbraucher Qualität statt nur billige Angebote: 77 Prozent der Befragten würden für Wartung und Service einen höheren Preis zahlen, damit ihr Auto sicher ist. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Forsa-Umfrage, die der ZDK in Auftrag gegeben hat.
„Offenbar weiß der Kunde: Seine erwartete Reparaturqualität ist weder zu Dumpingpreisen noch zum Nulltarif zu haben“, betonte ZDK-Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk auf einer Pressekonferenz des ZDK am Dienstag in Nürnberg. 56 Prozent der Befragten, und somit mehr als jeder zweite Autofahrer, würden sich im Zweifel eher nicht für das günstigere Angebot entscheiden.
Auch beim Neuwagenkauf geht Qualität vor Preis. Entsprechend spielt der ortsansässige Händler die wichtigste Rolle: 94 Prozent der potenziellen Neuwagenkäufer würden ihr Fahrzeug beim Händler vor Ort suchen und nicht das billigste Angebot im Internet annehmen.
Umfrage: E-Auto für jeden Zweiten interessant
Geld spielt auch beim Kauf eines Elektroautos, dessen Anschaffung sich jeder zweite Befragte vorstellen kann, eine wesentliche Rolle. Mit 46 Prozent spielen für knapp jeden zweiten Befragten niedrige Betriebskosten eine sehr wichtige Rolle. Ein günstiger Anschaffungspreis stehen nur bei 36 Prozent im Vordergrund. Wichtigere Kaufkriterien sind ein gut ausgebautes Stromtankstellennetz (59 Prozent) und ein Beitrag zum Umweltschutz (54 Prozent)
Rademacher sieht das Kfz-Gewerbe zur Erfüllung der Kundenwünsche gerüstet. Das Thema Elektromobilität sei für das Kfz-Gewerbe von großer Bedeutung. Der ZDK bringe sich zum Beispiel als einer von zwei Fachverbänden aktiv in die Arbeitsgruppen 6 und 7 der Nationalen Plattform Elektromobilität ein. Arbeitsgruppe 6 beschäftigt sich mit der Aus- und Weiterbildung, bei Arbeitsgruppe 7 stehen Rahmenbedingungen und Markteinführung im Vordergrund.
Hülsdonk: Elektroauto weniger wartungsintensiv
Allerdings wies der ZDK-Vize auch auf die Schattenseiten des E-Mobils hin. Ein Elektroauto werde dem Anschein nach weniger wartungsintensiv sein als ein Auto mit konventionellem Antrieb, sagte Hülsdonk. Das Kfz-Gewerbe müsse folglich überlegen, wie es weiteren Service generieren könne. Doch eines ist für Hülsdonk klar: „Ein Auto, ganz gleich mit welchem Antrieb, gehört in den Kfz-Meisterbetrieb.“
(c)2010 kfz-betrieb.de / Vogel Business Media
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