Pkw-Absatz schrumpft um ein Drittel
Der deutsche Automarkt ist weiter im Rückwärtsgang. Im Juni seien die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 32 Prozent auf 289.400 Pkw zurückgegangen, teilten die beiden Automobilverbände VDA und VDIK am Freitag mit. Im ersten Halbjahr verzeichnete der Absatz in Deutschland einen Rückgang um 29 Prozent auf 1,47 Millionen Pkw.
Allerdings gilt es zu beachten, dass 2009 die Abwrackprämie die Nachfrage unverhältnismäßig stimulierte. Wesentlich geringer fällt das Minus im Vergleich zu 2008 aus: Hier beträgt der Rückgang etwa zehn Prozent.
„Wir rechnen für das Gesamtjahr 2010 mit einem Pkw-Neuzulassungsvolumen von 2,8 bis 2,9 Millionen Einheiten“, so VDA-Präsident Matthias Wissman. Dies entspreche einem Rückgang von rund einem Viertel. Allerdings sei für eine aussagekräftige Bewertung des Marktes das Volumen der beiden Jahre 2009 und 2010 entscheidend – das sind im Schnitt rund 3,3 Millionen Pkw: „Wir sehen darin ein durchaus respektables Ergebnis.“
Vor allem der Absatz von Klein-, Kleinst- und Kompaktwagen ist in den vergangenen Monaten um knapp die Hälfte zurückgegangen. Ihr Marktanteil liegt wieder bei gut 50 Prozent (2009: 62 Prozent).
Private Nachfrage stark rückläufig
Auch im Verhältnis zwischen privaten und gewerblichen Zulassungen tritt immer stärker der Normalmarkt hervor. Der private Markt erreichte im ersten Halbjahr rund 628.000 Fahrzeuge, ein Minus im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um 53 Prozent.
Der europäische Markt zeigt sich anders: „Europa hat mit einem Neuzulassungsergebnis in etwa auf Vorjahresniveau die Talsohle scheinbar durchschritten“, so VDIK-Präsident Volker Lange. „Auf den zweiten Blick allerdings wird deutlich, dass in einigen EU-Ländern erst im ersten Halbjahr die Umweltprämien ausgelaufen sind und in diesen Ländern mit hohen Rückgängen im zweiten Halbjahr zu rechnen sein wird. Auf das Gesamtjahr gerechnet, wird ein Rückgang entstehen.“
(c)2010 kfz-betrieb.de / Vogel Business Media
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