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Ungarns Wirtschaft bleibt auf der Erfolgsspur – Chancen für den Mittelstand

Ungarns Wirtschaft bleibt auf der Erfolgsspur – Chancen für den Mittelstand

Ungarn zählt zu den Ländern Osteuropas, die sich wirtschaftlich seit dem Fall des Eisernen Vorhangs beispiellos entwickelt haben. Dazu tragen auch deutsche Unternehmen bei. Neben großen Playern sind vor allem viele Mittelständler in Ungarn erfolgreich. Und die Aussichten sind nach wie vor attraktiv. Beim Marktzugang stehen die Deutsche Leasing und der S-CountryDesk den Unternehmern zur Seite – in Deutschland und mit einem Expertennetzwerk vor Ort.
 

© iStock / olgaIngs
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Es waren beeindruckende Zahlen, die das ungarische Statistikamt KSH Anfang des Jahres zur ökonomischen Entwicklung des Landes veröffentlichte. Danach kletterte das Bruttoinlandprodukt (BIP) im Jahr 2018 auf 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Eurozone wuchsen laut EU-Kommission im selben Zeitraum nur wenige Staaten noch stärker, wie zum Beispiel Polen mit 5,1 Prozent.

Ungarns Wirtschaft boomt und dazu trägt vor allem auch die starke Orientierung auf den Export bei. „Zu den wichtigsten Branchen zählt die verarbeitende Industrie mit dem Schwerpunkt Automotive“, erklärt Attila Kálovits, German Desk Manager der Deutschen Leasing Ungarn. Der Experte ist Teil eines Teams von über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Schon seit 1993 steht die Deutsche Leasing Ungarn deutschen Mittelständlern bei Investitionen und Finanzierungslösungen zur Seite.
 

Deutschland ist der größte Direktinvestor in Ungarn

Deutschland ist für das Land dabei der mit Abstand größte Direktinvestor und zugleich der wichtigste Handelspartner. Laut Angaben der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer betrug der Bestand deutscher Direktinvestitionen Ende 2017 rund 18 Milliarden Euro und das bei einem Gesamtvolumen von rund 76 Milliarden Euro über alle Länder gerechnet. „Die meisten Investitionen kommen aus Bayern und Baden-Württemberg“, erklärt Bernd Griesinger, Auslandsspezialist der Deutschen Leasing, am zentralen Standort in Deutschland.

Die Investoren profitieren dabei von einem noch vergleichsweise niedrigen Lohnniveau und nicht zuletzt von hervorragend ausgebildeten Fachkräften. Und dank der ausgebauten Verkehrsinfrastruktur ist das Land sehr gut an die europäischen Märkte angebunden. Beste Voraussetzungen für den Export ins geografisch nahe gelegene Deutschland als Zulieferer und nach Südosteuropa als Absatzmarkt.

Doch gerade die rasante ökonomische Entwicklung der letzten Jahrzehnte bringt auch Herausforderungen mit sich. „Im Westen des Landes besteht ein Mangel an Fachkräften, was auch der Nähe zu Österreich geschuldet ist“, erklärt Attila Kálovits. Überdies sind die Löhne zuletzt stark gestiegen. Zu den aktuellen Risiken zählen die Experten des EuropaService der Sparkassen-Finanzgruppe außerdem „häufige Steueränderungen und intransparente Entscheidungsprozesse“. 
 

Landesweite Investitionen: Vorbereitung beginnt in Deutschland

„Wer in das Land investiert, sollte daher schon in Deutschland seine Hausaufgaben machen“, betont Jacqueline Lehmberg, Auslandsspezialistin der Sparkasse Hannover und Relationship Managerin des S-CountryDesk. Die Managerin unterstützt Sparkassenfirmenkunden bei diversen Fragen rund um das Auslandsgeschäft – von der Eröffnung eines Auslandskontos, Kontakten zu Rechtsanwälten, Steuerberatern und lokalen Unternehmenspartnern bis hin zu einer Immobilienfinanzierung. Dabei arbeiten der S-CountryDesk und die Deutschen Leasing Gruppe eng zusammen, die selbst Mitglied des internationalen Netzwerks der Sparkassen-Finanzgruppe ist.

Bei den Vorbereitungen in der Heimat ergänzen die lokalen Sparkassenfirmenkundenberater in Deutschland zudem den Planungsprozess, da sie die Branche und das Geschäftsmodell des Kunden oft seit vielen Jahren bestens kennen. „Es ist wichtig, bei jeder Anfrage gleich von Beginn an alle Aspekte im Auge zu haben. Etwa die Finanzierung, die richtige Standortwahl und die Beantragung öffentlicher Fördermittel“, erklärt Jacqueline Lehmberg. „In Ungarn gibt es Fördergelder aus EU-Strukturtöpfen, aber auch vom ungarischen Staat. Und die meisten Förderprogramme sind für KMUs ausgeschrieben“, ergänzt Attila Kálovits. Der Trend geht derzeit laut dem Experten zu Investitionen im Osten des Landes. Insbesondere im Bereich der Landwirtschaft wird investiert. Der Agrarsektor ist dort noch stark verankert und gesamtwirtschaftlich bedeutend für das Land. Gute Chancen sieht Attila Kálovits aktuell und perspektivisch zudem für Investitionen in die Automation im industriellen Sektor. Die muss im Land angesichts steigender Löhne weiter vorangebracht werden. Konkrete Beispiele für die Automation sind der Einsatz von Industrierobotern oder eine automatisierte Fertigungszelle.
 

Fränkischer Automobilzuliefer setzt auf Finanzierung vor Ort

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Insgesamt bietet das Land diverse Investitionsmöglichkeiten für deutsche Mittelständler, die in Ungarn laut Attila Kálovits ein hohes Ansehen genießen. „Dank unserer in über 25 Jahren gewachsenen Expertise kennen wir die Anforderungen des Standorts Ungarn für Investitionen sehr genau“, erläutert Attila Kálovits.

Dieses Know-how kam zum Beispiel einem fränkischen Automobilzulieferer bei der Finanzierung zweier Spritzgießmaschinen, einem Trocknungsgerät und Temperiergeräten zugute. Der Kunde entschied sich damals für Finance Lease bei einem Investitionsvolumen von 900.000 Euro direkt vor Ort. 

Bei dem Projekt arbeiteten die örtliche Sparkasse in Deutschland und die Deutsche Leasing in Deutschland sowie Ungarn Hand in Hand. Die Deutsche Leasing Ungarn stellte dem Kunden zudem Atilla Kálovits als direkten, deutschsprachigen Ansprechpartner zur Seite. Darin zeigt sich die Stärke des ganzheitlichen Ansatzes der Sparkassen-Finanzgruppe auch beim Auslandsgeschäft: „Durch die Expertise der lokalen Sparkasse in Verbindung mit einem Netzwerk von Spezialisten vor Ort, fanden wir für den Kunden die passgenaue Lösung für die Finanzierung über Ländergrenzen hinweg“, erklärt Bernd Griesinger.

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